Baugeld-NEWS
aktuelle Entwicklung am Zinsmarkt

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Günstige Zinsen zum Jahresende – für Ihr eigenes Zuhause 2019


•    Neues Jahr bleibt vorteilhaft für Baufinanzierungskunden
•    EZB könnte im Verlauf von 2019 Leitzinsen anheben
•    Politische Unsicherheiten werden Märkte in Atem halten



Wenn auch die meisten Experten einen leichten Zinsanstieg auf Jahressicht sehen, so werden die Rahmenbedingungen für den Immobilienerwerb in Deutschland auch im Jahr 2019 vorteilhaft bleiben – durch ein im historischen Vergleich noch immer niedriges Zinsniveau und neue Fördermöglichkeiten.


Aus Umfragen wissen wir, dass die eigene Immobilie bei neun von zehn Deutschen für Mietfreiheit, Unabhängigkeit von Vermietern und Absicherung im Alter steht. Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Entsprechend träumen 76 Prozent von den eigenen vier Wänden. In diesem Jahr wird der Sprung ins Wohneigentum mit Blick auf Einreichfristen und eine mögliche Kreditauszahlung zwar knapp. Allerdings sollten alle, die eine Finanzierung planen – sei es für den Kauf oder für den Anschlusskredit –, mit Blick auf einen zukünftig möglichen Zinsanstieg ihr Projekt ruhig bald angehen.


Die Voraussetzungen, den Traum vom eigenen Zuhause im nächsten Jahr zu realisieren, bleiben in vielerlei Hinsicht günstig. Neben dem von der neuen Bundesregierung beschlossenen Baukindergeld hält ein weiterhin günstiges Zinsumfeld in 2019 die Hürden zumindest finanzierungsseitig niedrig. Aktuell liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen mehrheitlich bei rund 1,5 Prozent. Ein eklatanter Zinsanstieg ist in den nächsten zwölf Monaten nicht zu erwarten, selbst wenn die Konditionen mit Blick auf die Politik der Notenbanken etwas steigen sollten. Die meisten befragten Experten namhafter Kreditinstitute sehen zwar einen gewissen Zinsanstieg voraus, gehen aber nur von einer moderaten Erhöhung aus. Wer in diesem Jahr bereits sein Traumhaus oder seine Traumwohnung finanziert hat, der hat sich zum Weihnachtsfest eines der schönsten Geschenke bereits selbst gemacht: Als Eigentümer genießt er nicht nur den Gestaltungsspielraum im eigenen Heim und die Unabhängigkeit und Sicherheit. Die solide Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland beschert vielen Immobilieneigentümern obendrein eine stabile Wertentwicklung beziehungsweise einen Vermögenszuwachs."


Zins- und Marktumfeld

Brexit, Regierungsbildungen, Handelsstreit: An Eskalationspotenzial hat es im Jahr 2018 nicht gefehlt. Dies hat einem Zinsanstieg entgegengewirkt. Auf 2018 rückblickend sehen die befragten Experten politische und wirtschaftliche Unsicherheiten als bestimmend an, etwa die Experten der Postbank: "Die Renditen am deutschen Rentenmarkt liegen nach einigen Schwankungen im bisherigen Jahresverlauf aktuell wieder nahe ihrer Niveaus von Ende 2017. Verantwortlich hierfür ist die immer wieder in Verbindung mit (geo-)politischen Störfeuern – Handelsstreit, Brexit, Haushaltsstreit mit Italien, etc. – einsetzende Flucht in den sicheren Hafen von Bundesanleihen." Ähnlich urteilt der Experte der HypoVereinsbank: "Das Zinsjahr 2018 stand unter dem Eindruck einer zurückhaltend agierenden Europäischen Zentralbank, niedrigen Inflationsdrucks und anhaltender beziehungsweise wiederkehrender Risikoeinflüsse wie Brexit, Handelskonflikt und Aktienmarktkorrekturen.

In diesem Umfeld entwickelten die Renditen wenig Dynamik in die eine oder andere Richtung." Weltweite Risikofaktoren sieht auch der Chefvolkswirt der ING Deutschland als Ursache für die relativ niedrigen Zinsen im vergangenen Jahr: "Das Jahr 2018 war wieder ein Jahr mit extrem niedrigen Bauzinsen. Große geopolitische Unruhe und Risikofaktoren sowie Zweifel über die Stärke der deutschen Konjunktur führten zu teilweise starken Schwankungen und allgemein niedrigen Zinsen. Die gleichen Faktoren sollten auch 2019 den Markt bestimmen." Der Experte der Sparkasse Hannover führt die politischen Einflüsse aus: "Im laufenden Jahr hat sich der historisch zu beobachtende Zusammenhang zwischen Konjunktur und Zinsentwicklung sehr stark gelockert und politische Faktoren gaben die Richtung vor".

Die Marktdaten zum Jahresende bescheren einen festen Ausblick. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone verharrt mit etwa 8 Prozent weiterhin auf einem Zehnjahrestief, die Inflation liegt seit Mai auf oder leicht über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) avisierten Zielmarke von zwei Prozent. Geldpolitisch könnte die Zentralbank vor diesem Hintergrund im Herbst 2019 möglicherweise eine vorsichtige Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik und Leitzinserhöhungen einleiten, sicher ist dies allerdings nicht, die Experten sind geteilter Meinung. Bei der letzten Sitzung der Notenbanker in 2018 erwarten Markteilnehmer konkretisierende Aussagen zum Ausstieg beim Anleihekaufprogramm.

Die amerikanische Notenbank indes setzt dank stabiler Wirtschaftsentwicklung in den USA weiterhin auf Taten anstatt bloßer Rhetorik. Nachdem die Fed bei der Sitzung im November den Leitzins nach drei Anhebungen in 2018 bei einer Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent belassen hatte, halten einige Beobachter Mitte Dezember die nächste Zinsanhebung für möglich. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Märkte die Unwägbarkeiten aus 2018 auch in 2019 beschäftigen. Handelsstreit, Brexit oder die italienische Bankenkrise sind bei weitem nicht gelöst, die Unsicherheiten können sich weiterhin dämpfend auf einen möglichen Zinsanstieg auswirken.


Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen. Auf Halbjahres- oder Jahressicht, also im Verlauf von 2019, gehen alle Experten von leicht steigenden Zinsen für Baufinanzierungen aus



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Quelle: Auszüge von Prohyp